Gewässer der Hohen Tauern

Gletscher, Wasserfälle, Gebirgsbäche, Bergseen und Klammen – Wasser prägt die Landschaft im Nationalpark Hohe Tauern auf vielfältige Weise.

Im Nationalpark gibt es 279 Bäche, darunter 57 Gletscherbäche, sowie 26 bedeutende Wasserfälle und zehn Klammen. Hinzu kommen rund 500 Bergseen sowie zahlreiche Wasserfälle und Klammen.

Besondere Seen des Nationalparks im Überblick
  • Kratzenbergsee: Mit einer Fläche von rund 27 ha ist der See im Hollersbachtal der größte See des Nationalparks.
  • Schwarzsee: Der See im Lungau ist mit einer Tiefe von 56,8 m der tiefste See im Nationalparkgebiet.
  • Eissee: Am Hochfürlegg im Uttendorfer Stubachtal liegt auf 2.943 m Höhe der höchstgelegene See des Nationalparks.
  • Schödersee: Dieser periodische See füllt sich bei der Schneeschmelze oder nach starken Regenfällen und kann zeitweise vollständig austrocknen.
  • Sandersee: Im Vorfeld der Pasterze gelegen, zeichnet sich der See durch ein verzweigtes Rinnensystem aus. Mitgeführte Sedimente lagern sich ab und bilden ein Delta.
Die Krimmler Wasserfälle
Mächtiger Wasserfall inmitten eines grünen Waldes mit Gischt und Sonnenlicht. | © Ferienregion NAtionalpark Hohe Tauern - Mathäus Gartner

Die Krimmler Wasserfälle stürzen über drei Stufen insgesamt 380 Meter in die Tiefe. Ihr feiner Sprühnebel ist auch Gegenstand medizinischer Forschung. Medizinische Studien untersuchten bereits die Auswirkungen des Wasserfallaerosols auf Kinder und Erwachsene mit allergischem Asthma und COPD.

Aufgrund der hohen Anzahl der Ionen wurden die Krimmler Wasserfälle 2025 als natürliches Heilvorkommen wieder bestätigt.

Gewässer als Lebensräume
Kuh am Bach im Wildgerlostal mit Blick auf Gletscher. | © Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern - Daniel Kogler

Die Gewässer im Nationalpark bieten Lebensräume für unterschiedliche Organismen. Je nach Höhenlage, Wassertemperatur, Strömung und Nährstoffangebot kommen beispielsweise Algen, Wassermoose und andere Wasserpflanzen vor. Sie bieten verschiedenen Wassertieren Nahrung und Schutz.

Zu den Bewohnern gehören mikroskopisch kleine Organismen, wirbellose Tiere und – je nach Gewässer – Fische. Manche Arten verbringen nur einen Teil ihres Lebens im Wasser: Libellen entwickeln sich dort als Larven, während die erwachsenen Tiere überwiegend an Land und in der Luft leben.